Belastungsstörungen

Entstehung von Belastungsstörungen und PTBS

Belastungsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die als Reaktion auf extrem belastende oder traumatische Ereignisse auftreten können. Diese Zustände haben tiefe Auswirkungen auf das emotionale Wohlbefinden und die Funktionsfähigkeit der Betroffenen. In diesem Artikel werden wir die Entstehung von Belastungsstörungen und PTBS aus psychologischer Sicht betrachten sowie die gängigen Therapieformen, die im Westen angewendet werden.

Entstehung von Belastungsstörungen und PTBS

Psychologische Sichtweise

Belastungsstörungen und PTBS entstehen in der Regel als Reaktion auf außergewöhnlich belastende oder traumatische Ereignisse, die eine tiefe emotionale Bedrohung oder Verletzung darstellen. Diese Ereignisse können direkte Bedrohungen für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit, sexuelle Gewalt, schwere Unfälle, Naturkatastrophen, Kriegserfahrungen, Flucht und Vertreibung oder den Verlust eines geliebten Menschen umfassen.

Die psychologische Sichtweise auf die Entstehung dieser Störungen basiert auf der Annahme, dass solche Ereignisse eine Überforderung der üblichen Bewältigungsmechanismen einer Person darstellen. Normale Reaktionen wie Schock, Angst und Traurigkeit können in der akuten Phase nach einem Trauma auftreten. Wenn diese Reaktionen jedoch anhalten oder sich verstärken und zu anhaltenden Symptomen führen, können sich Belastungsstörungen entwickeln.

Symptome von Belastungsstörungen und PTBS

Die Symptome von Belastungsstörungen und PTBS können variieren, aber typische Anzeichen umfassen:

  • Wiedererleben des Traumas: Flashbacks, belastende Erinnerungen, Alpträume.
  • Vermeidung: Vermeidung von Situationen, Orten oder Aktivitäten, die an das Trauma erinnern.
  • Negative Veränderungen in der Stimmung und Gedanken: Negative Gedanken über sich selbst oder andere, Schuldgefühle, emotionale Betäubung.
  • Übererregung: Schlafstörungen, Reizbarkeit, erhöhte Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit.

Diese Symptome können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen und zu Problemen in sozialen Beziehungen, am Arbeitsplatz und in anderen wichtigen Lebensbereichen führen.

Therapieformen für Belastungsstörungen und PTBS

Die Behandlung von Belastungsstörungen und PTBS umfasst verschiedene therapeutische Ansätze, die darauf abzielen, die Symptome zu lindern und die Genesung zu fördern. Zu den gängigen Therapieformen gehören:

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Die KVT ist eine der wirksamsten Therapieformen zur Behandlung von Belastungsstörungen und PTBS. Sie zielt darauf ab, dysfunktionale Denkweisen und Verhaltensmuster zu identifizieren und zu ändern, die zu den Symptomen beitragen. Schlüsseltechniken sind die Expositionstherapie, bei der der Patient schrittweise mit traumabezogenen Reizen konfrontiert wird, und die kognitive Umstrukturierung, bei der negative Gedankenmuster verändert werden.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

EMDR ist eine spezialisierte Therapiemethode, die die Verarbeitung traumatischer Erinnerungen durch bilaterale Stimulation (z. B. Augenbewegungen) fördert. Diese Technik hilft dabei, die emotionalen Belastungen zu reduzieren und die Verarbeitung des Traumas zu unterstützen, indem sie die Verbindung zwischen den traumatischen Erinnerungen und negativen Emotionen schwächt.

Psychodynamische Therapie

Die psychodynamische Therapie konzentriert sich auf die Untersuchung und Bearbeitung unbewusster Konflikte und Dynamiken, die aus dem traumatischen Erlebnis entstanden sind. Durch die Erkundung der psychodynamischen Aspekte des Traumas hilft diese Therapieform den Patienten, ein tieferes Verständnis für ihre Emotionen und Verhaltensweisen zu entwickeln.

Medikamentöse Behandlung

In einigen Fällen können Medikamente verschrieben werden, um bestimmte Symptome wie Depressionen, Schlafstörungen oder Angstzustände zu lindern. Antidepressiva oder Anxiolytika können dazu beitragen, die Symptome zu stabilisieren und die Behandlung zu unterstützen, sind jedoch allein keine vollständige Lösung.

Auswirkungen auf den Körper und Bewältigungsmechanismen

Belastungsstörungen und PTBS können eine Vielzahl von Auswirkungen auf den Körper haben, einschließlich erhöhter körperlicher Spannung, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Problemen und Magen-Darm-Beschwerden. Menschen entwickeln oft Bewältigungsmechanismen wie Vermeidung, Rückzug aus sozialen Situationen oder übermäßige Wachsamkeit, um mit den Symptomen umzugehen.

Fazit

Belastungsstörungen und PTBS sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die durch traumatische oder belastende Lebensereignisse ausgelöst werden. Die psychologische Sichtweise betont die Bedeutung einer strukturierten Diagnose und evidenzbasierten Behandlung durch verschiedene Therapieformen wie Kognitive Verhaltenstherapie, EMDR, psychodynamische Therapie und gegebenenfalls medikamentöse Unterstützung. Ein ganzheitlicher Ansatz, der die individuellen Bedürfnisse der Patienten berücksichtigt, kann helfen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Belastungsstörungen

Schamanische Sicht auf Belastungsstörungen und PTBS

Im Schamanismus wird Belastungsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) eine andere Sichtweise zugewiesen als in der westlichen Psychologie. Hierbei spielen energetische Aspekte, wie Imprints und Seelenverlust, eine zentrale Rolle in der Betrachtung und Heilung dieser Zustände.

Imprints und energetische Muster

Im Schamanismus wird angenommen, dass traumatische Erlebnisse und intensive emotionale Belastungen energetische Spuren oder Imprints im Energiefeld und im Körper hinterlassen können. Diese Imprints können sich als Blockaden im Energiefluss manifestieren, die zu physischen, emotionalen und psychischen Beschwerden führen können. Diese Blockaden können dazu führen, dass die Lebensenergie (auch bekannt als “Hucha” im Schamanismus der Anden) nicht frei fließen kann, was das Wohlbefinden und die Vitalität beeinträchtigt.

Seelenverlust und Seelenrückholung

Ein zentrales Konzept im schamanischen Verständnis von Trauma ist der Verlust von Seelenanteilen. In Momenten großer Angst, Schmerz oder Gefahr können Teile der Seele (Seelenanteile) “abgespalten” oder “entfernt” werden, um das Überleben zu sichern. Dieser Seelenverlust kann dazu führen, dass die betroffene Person sich nicht mehr vollständig fühlt oder Schwierigkeiten hat, sich zu erden und im Leben zurechtzukommen.

Die Seelenrückholung ist eine schamanische Praxis, bei der der Schamane oder die schamanisch arbeitende Person verlorene Seelenanteile identifiziert, zurückruft und reintegriert. Dieser Prozess kann helfen, die Person wieder zu vervollständigen und zu heilen, indem verlorene Vitalität und Lebensenergie zurückgebracht werden.

Heilung durch Extraktion und Energiearbeit

  1. Extraktion von energetischen Imprints: Schamanen verwenden oft Techniken wie die Extraktion, um energetische Blockaden oder Imprints aus dem Energiefeld und dem Körper des Betroffenen zu entfernen. Dies geschieht durch gezielte Arbeit mit Ritualen, Kräutern, Kristallen oder anderen Werkzeugen, um stagnierende oder fremde Energien zu lösen und zu entfernen.
  2. Energiearbeit und Reinigung: Neben der Extraktion umfasst schamanische Heilung häufig Techniken zur Reinigung und Harmonisierung des Energiefeldes. Dies kann durch Räucherungen, Gebete, Gesänge oder Bewegungen geschehen, die darauf abzielen, das Energiefeld zu klären und die natürliche Balance wiederherzustellen.
  3. Integration und Heilung: Nach der Extraktion und Reinigung ist es wichtig, dass die Person Zeit hat, die Veränderungen zu integrieren und die Heilung auf allen Ebenen (körperlich, emotional, geistig und spirituell) zu unterstützen. Dies kann durch Meditation, Rückzug in die Natur, Rituale der Dankbarkeit und Selbstfürsorge geschehen.

Zusammenfassung

Die schamanische Sicht auf Belastungsstörungen und PTBS betont die Bedeutung von energetischen Imprints und Seelenverlusten als wesentliche Aspekte der Erkrankung. Durch Praktiken wie die Extraktion und Seelenrückholung strebt der Schamane danach, diese Imprints zu entfernen und verlorene Seelenanteile zurückzubringen, um die Heilung auf allen Ebenen zu fördern. Diese Ansätze ergänzen oft traditionelle therapeutische Methoden, indem sie eine ganzheitliche Herangehensweise anbieten, die sowohl körperliche als auch spirituelle Dimensionen der Genesung berücksichtigt.

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