Die Sommersonnenwende

Ein magisches Fest voller Bedeutung und Bräuche

Der Sommer ist die Jahreszeit, in der die Sonne ihre volle Pracht entfaltet und uns mit ihrer Wärme und Energie beschenkt. Inmitten dieser strahlenden Jahreszeit liegt ein ganz besonderes Ereignis: die Sommersonnenwende. Die Sommersonnenwende markiert den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres und wird von vielen Kulturen weltweit gefeiert. Im Schamanismus hat die Sommersonnenwende eine tiefe symbolische Bedeutung und auch in Bayern sind die Bräuche und Rituale eng mit dieser magischen Zeit verbunden.

Was geschieht bei der Sommersonnenwende?

Die Sommersonnenwende auf der Nordhalbkugel ist ein astronomisches Ereignis, das den Beginn des Sommers kennzeichnet. Sie tritt jedes Jahr um den 21. Juni herum ein und markiert den Zeitpunkt, an dem die Sonne ihren höchsten Stand am Himmel erreicht. An diesem Tag steht die Sonne senkrecht über dem Wendekreis des Krebses, was zur längsten Tageszeit des Jahres und zur kürzesten Nacht führt.

Dieses Phänomen ist auf die Neigung der Erdachse zurückzuführen. Die Erde ist um etwa 23,5 Grad geneigt, während sie die Sonne umkreist. Während des Sommers auf der Nordhalbkugel neigt sich die Nordhalbkugel der Erde zur Sonne hin, wodurch die Sonnenstrahlen direkt auf diese Region treffen. Dadurch werden die Tage länger und die Nächte kürzer.

Die 
Sommersonnenwende

Magische Rituale und tief verwurzelte Bräuche im Schamanismus zur Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende hat für viele Kulturen auf der Nordhalbkugel eine symbolische Bedeutung. Sie wird oft als Zeit des Wachstums, der Fülle und des Überflusses betrachtet. Es ist der Moment, in dem die Natur in voller Blüte steht, die Felder grün sind und die Pflanzen reichlich Früchte tragen. Die Sonne wird als Quelle der Energie und des Lebens verehrt, und viele Menschen nutzen diese Zeit, um die Schönheit und Großzügigkeit der Natur zu feiern.

Der Schamanismus, eine uralte spirituelle Tradition, die auf der ganzen Welt praktiziert wird, hat enge Verbindungen zur Natur und den kosmischen Zyklen. Die Sommersonnenwende ist ein besonderes Ereignis im Jahreskreis, das im Schamanismus eine tiefe symbolische Bedeutung hat. Während dieser Zeit nutzen Schamanen aus verschiedenen Kulturen die erhöhte Energie der Sonne, um Rituale durchzuführen, die Verbindung zur Natur zu stärken und die spirituelle Kraft zu ehren.Hier einige Beispiele.

  • Feuerzeremonien:
    Feuer spielt eine zentrale Rolle im Schamanismus und ist ein Symbol für Transformation und Reinigung. Zur Sommersonnenwende entzünden Schamanen rituelle Feuer, um die Kraft der Sonne zu ehren und die spirituelle Verbindung zur Natur zu vertiefen. Menschen versammeln sich um das Feuer, tanzen, singen und trommeln, um die Energie und das Licht der Sonne zu feiern. Das Feuer wird als Quelle der Erneuerung angesehen, und die Flammen werden genutzt, um negative Energien zu reinigen und die positiven Kräfte anzuziehen.
  • Naturzeremonien:
    Schamanen nutzen die Sommersonnenwende, um tiefe Verbindungen zur Natur herzustellen und ihre Heilkräfte zu nutzen. Sie begeben sich in die Wälder, Berge oder andere natürliche Umgebungen, um dort Rituale durchzuführen. Dies kann das Sammeln von Heilkräutern und Pflanzen beinhalten, die zu dieser Jahreszeit ihre maximale Kraft entfalten. Die Schamanen nutzen diese Pflanzen für Heilzwecke oder zur Stärkung ihrer spirituellen Praktiken. Sie nehmen auch Kontakt mit den Tieren und Geistern der Natur auf, um Führung, Weisheit und spirituelle Unterstützung zu erhalten.
  • Sonnenverehrung:
    Die Sonne wird im Schamanismus als eine mächtige Quelle spiritueller Energie angesehen. Zur Sommersonnenwende nutzen Schamanen die erhöhte Präsenz der Sonne, um direkte Verbindung zu ihren Kräften herzustellen. Dies kann durch Meditation, Gebete oder spezielle Rituale geschehen, bei denen die Schamanen die Sonne anbeten und ihre Energie aufnehmen. Es ist eine Zeit der Dankbarkeit für das Licht, die Wärme und das Leben, die die Sonne spendet, und eine Gelegenheit, die eigene spirituelle Praxis zu vertiefen.
  • Visionssuchen und Trancezustände:
    Die Sommersonnenwende wird von Schamanen auch genutzt, um tiefe Visionssuchen und Trancezustände zu erleben. Durch rhythmische Klänge, Trommeln oder Gesänge können Schamanen in einen erweiterten Bewusstseinszustand eintreten, um spirituelle Erkenntnisse zu empfangen und ihre Verbindung zur geistigen Welt zu vertiefen. Dies ermöglicht ihnen, ihre Fähigkeiten zu erweitern, Heilung zu empfangen oder Einblicke in zukünftige Ereignisse zu gewinnen.

Bräuche in Bayern

In Bayern, einer Region mit reicher kultureller Tradition, gibt es verschiedene Bräuche und Rituale, die mit der Sommersonnenwende verbunden sind. Einer der bekanntesten Bräuche ist das Johannisfeuer. In der Nacht vor der Sommersonnenwende werden große Holzfeuer entzündet, um die Kraft der Sonne zu ehren und böse Geister zu vertreiben. Menschen versammeln sich um die Feuer, singen und tanzen, während sie die Energie und die Wärme der Sonne genießen.

Ein weiterer Brauch ist das Kräuterbuschenbinden. Frauen sammeln eine Vielzahl von Kräutern, Blumen und Gräsern, um daraus bunte Sträuße zu binden. Diese Buschen werden an Fenster oder Haustüren gehängt, um Schutz und Segen für das Haus und seine Bewohner zu bringen. Die verwendeten Kräuter werden sorgfältig ausgewählt und haben oft eine symbolische Bedeutung, die auf die Heilkräfte der Natur hinweist.

Fazit

Die Sommersonnenwende im Schamanismus ist ein magisches und kraftvolles Ereignis, das von Schamanen auf der ganzen Welt zelebriert wird. Durch Feuerzeremonien, Naturverbindung, Sonnenanbetung und Trancezustände nutzen sie die Energien der Sonne, um ihre spirituellen Praktiken zu stärken, Heilung zu erfahren und Weisheit zu empfangen. Diese Bräuche und Rituale sind tief verwurzelt in den Traditionen des Schamanismus und ermöglichen den Schamanen, eine enge Verbindung zur Natur, den Geistern und der eigenen spirituellen Essenz herzustellen. Im Schamanismus symbolisiert sie den Höhepunkt des natürlichen Jahres.

Ritual

Die Sommersonnenwende ist ein wunderbarer Moment um Dankbarkeit zu zeigen. Zu sehen was aus den gepflanzten Samen geworden ist, welche Früchte sich gebildet haben, welche Pflanzen noch Aufmerksamkeit und Pflege bedürfen. Mit einem Ritual kannst du diese magische Nacht für dich feiern. Schreibe auf fünf Zetteln auf, wofür du dankbar bist und was sich geändert hat. Auf fünf weiteren was im Hier und Jetzt gut geworden ist. Und zuletzt was du als neue Samen für den nächsten Zyklus setzten möchtest. Überlege gut was du dir wünscht. Es sollte nicht das Ergebnis sein, sondern die Fähigkeiten und Kräfte die du benötigst um deine Wünsche zu erfüllen. Das Universum leitet dich, aber die Entscheidung und das Handeln liegen bei dir. Vergesse dies nie auf deinem Weg des Herzens. Du kreierst Himmel oder Hölle in dir. Übergebe die Zettel einem Feuer in der Feuerschale, oder wenn das nicht möglich ist auf andere Weise Zettel für Zettel den Flammen. Der Rahmen ist nicht wichtig. Die Intention ist entscheidend.